Die Studie untersucht, ob im Staatshaftungsrecht aus den negatorischen Grundrechten ein Folgenersatzanspruch hergeleitet werden kann. Dieser waere, anders als der bestehende Folgenbeseitigungsanspruch, der allein Naturalrestitution beinhaltet, auch auf Geld ausgerichtet. Zu diesem Zweck werden nach einem kurzen Ueberblick ueber die Entwicklung von Folgenbeseitigungs- und Folgenersatzanspruch und ihre Herleitungsansaetze insbesondere die Grundrechte in ihrer negatorischen Abwehrfunktion untersucht. Dabei liegt das Augenmerk darauf, ob die Grundrechte auch Beseitigungsansprueche enthalten und welche Einwaende hiergegen erhoben werden. Anschliessend stellt sich die Frage, welchen Umfang ein solcher Anspruch hat, ob die gebotene Wiederherstellung auch in Form von Geld erfolgen kann und wann dies der Fall ist. In diesem Rahmen ist zudem zu pruefen, ob auch immaterielle Rechte in Geld ersetzt werden koennen. Zuletzt wird die Ausgestaltung des Folgenersatzanspruchs - seine Berechnung sowie das Verhaeltnis zum Folgenbeseitigungsanspruch - untersucht.
Folgenbeseitigung und Folgenersatz als negatorische Leistungsansprueche